Montag, 31. März 2014
Weser Kurier, 30.03.2014 "Spaziergänger entdecken die Potentiale" (c) Vanessa Ranft
Spaziergänger entdecken die Potenziale
VON VANESSA RANFT
Hemelingen. Altindustrielle Brachen, die in der Nähe von hochmodernen Einkaufszentren liegen, und Rüstungsunternehmen mit Millionengewinnen, die neben Kirchen stehen: Hemelingen ist ein Stadtteil mit vielen Kontrasten. Dennoch ist der Stadtteil von einem historischen und dörflichen Charakter geprägt, der nicht zuletzt daran erkennbar ist, „dass die Öffnungszeiten der Einzelhändler heute noch genauso wie vor 20 Jahren sind“, weiß Oliver Hasemann.
Gemeinsam mit Daniel Schnier und rund 35 Interessierten erkundete er unter dem Motto „Neue Zinnen auf alten Schlössern – eine Zeitreise über alte Dorfwege“ den Ortsteil, stellte seinem Publikum diverse Stätten vor, erzählte deren Geschichte und erläuterte deren frühere Funktionen. Bereits vorab kündigte er den Spaziergängern an: „Wir werden eintauchen, anhalten und an etwas ruhigeren Orten vielleicht auch ein wenig verweilen. Wir werden keine Führung machen, sondern einen Spaziergang.“
Und so führte der urbane Spaziergang von der Gedenktafel für Carl F. W. Borgward, der bis zu seinem Konkurs im Jahr 1961 der größte Arbeitgeber Bremens war, unter anderem über das Mercedes-Werk, den Sitz von Atlas-Elektronik, das Areal von Rheinmetall-Defence, die St. Godehard-Kirche, das Brachland neben der Wilkens-Straße, das Kubiko, die Silberwarenmanufaktur Wilkens und das ehemalige Gelände von Wurstfabrikant Könecke.
Die Idee, urbane Spaziergänge anzubieten, kam den beiden Männern vor acht Jahren: „Wir wollten unser Wissen teilen und öffentlichen Raum für Jung und Alt erlebbar machen“, erklärt Daniel Schnier den Leitgedanken. Seitdem bieten die beiden Stadtkundler des „Autonomen Architekten Ateliers“ zwischen acht und zwölf Spaziergänge im Jahr an und durchkämmen dabei die verschiedensten Ecken in den Bremer Stadtteilen.
„Das Schöne ist, dass man auf diese Weise viele Wege geht, die man alleine nie gehen würde“, findet Yann Colonna. Besonders gut gefällt dem 25-jährigen Studenten die „witzige, kommunikative und zugleich konventionelle und unkonventionelle Art der beiden, über Räume aufzuklären“. Dass sie historische und technische Fakten unterhaltsam aufbereiten und ausschließlich zur Erläuterung nutzen, um einen Eindruck über die Evolution des Ortes zu geben, begrüßt er.
Hauptberuflich beschäftigen sich Daniel Schnier, studierter Architekt, und Oliver Hasemann, Stadt- und Raumplaner, mit dem Thema Gewerbe-Leerstände und Stadtplanung. Dabei betrachten sie Orte gezielt im Hinblick auf ihre Potenziale, ihre möglichen Nutzungen und die Bedürfnisse der Anwohner. Dieses Wissen lassen sie mit in ihre urbanen Spaziergänge einfließen und regen die Gruppe zu Diskussionen an.
Auch Hans-Peter Hölscher setzt sich über den Spaziergang hinaus mit diesen Fragen auseinander. Er ist Mitglied im Projektausschuss Stadtteilentwicklung Hemelingen und vertritt die Meinung, dass „die Areale von Coca Cola, Könecke und der Haltepunkt Föhrenstraße ideales Gelände wären, um etwas Neues zu bauen“. Und genau dies werde momentan im Nutzungsplan des Hemelinger Beirates diskutiert.
Er sehe das Problem darin, dass Industrie- und Wohngebiete sich oftmals direkt nebeneinander befänden, sei aber davon überzeugt, dass man in Hemelingen gut leben könne. Das Beispiel Überseestadt zeige in seinen Augen, wie eine Neunutzung industrieller Gebiete gelinge. Auch wenn er Hemelingens dörflichen Charme auf jeden Fall beibehalten möchte.
Und so werden wohl auch zukünftig alte Hemelinger Dorfwege mit Kopfsteinpflaster die Wege großer Schneisen kreuzen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Firma „Energiekonsens“ und den „Bauraum Bremen“.
Der nächste urbane Spaziergang führt am Sonntag, 18. Mai, durch Findorff. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Torfkanalhafen. Die Teilnahme ist kostenlos.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Text und Autorin: Frau Vanessa Ranft, Fotografien: Frau Petra Stubbe, Ausgabe: SOS des Stadtteilkuriers des Weser Kurier, Seite: 2 Datum: 30.03.2014
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Dienstag, 18. März 2014
Urbaner Spaziergang "Neue Zinnen auf alten Schlössern – eine Zeitreise über alte Dorfwege" am Sonntag, den 23.03.2014 um 14Uhr
Dieser Urbane Spaziergang bewegt sich durch eine Zwischenzone der Stadt, in der Altes und Neues, Industrie und Wohnen, Geplantes und Ungeplantes nebeneinander existieren.
AAA Autonomes Architektur Atelier in Bremen
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18.3.14
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Dokumentation "Büroflut am alten Pegel - der Mensch lebt nicht vom Loft allein" - Sonntag, den 23.02.2013
Mit sehnsüchtigen Blicken gen Schuppen 3 queren wir die Konsul-Smidt-Straße und folgen der Luftlinie in Richtung renovierten Hafenhochhaus auf direktem Wege durch die Brache in der zweiten Reihe – eben nicht direkt am Wasser. Liebevoll von uns als Teletubby-Land bezeichnet, finden wir uns vor der 50mx100m großen Berg-und-Tal-Landschaft – einer bereits fertiggestellten, allerdings unbelebten Grünanlage eines renommierten Landschaftsarchitekturbüros – ein. Wir dokumentieren, dass einer der 4 ½ Bäume der Hanglage schon seinen Tribut zollen musste und bewegen uns weiter in Richtung Holz- und Fabrikenhafen.
Unterschiedliche Menschen riefen uns vorab schon telefonisch an und fragten uns Obligatorisches. "Muß man sich anmelden? Oder kostet der Urbane Spaziergang Eintritt?" Beides konnten wir wie gewohnt verneinen. Die erste Kooperation mit dem Bremer Energiekonsens und dem Bremer Bauraum e.V. in diesem Jahr 2014 geht weiter. Der nächste Urbane Spaziergang beginnt am Sonntag, den 23.03.2014 um 14Uhr. Teffpunkt ist die Endhaltestelle Sebaldsbrück der Linien 2 und 10.
Wir werden somit insgesamt drei Urbane Spaziergänge im Februar, März und Mai 2014 mit Euch gemeinsam erleben. Weitere folgen....>>>>
Vielen lieben Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Großen Dank auch an (c) Daniel Telkmann, (c) Daniel Hüttenmeister und (c) Moritz Trautner für die Fotografien. Der nächste Urbane Spaziergang „Neue Zinnen auf alten Schlössern – eine Zeitreise über alte Dorfwege“ findet am Sonntag, den 23.03.2014 um 14Uhr statt. Treffpunkt von BREMER MODERNISIEREN ON TOUR: Urbaner Spaziergang in Hemelingen, So, 23.3.2014,
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Montag, 10. Februar 2014
Urbaner Spaziergang "Büroflut am alten Pegel – der Mensch lebt nicht vom Loft allein" am Sonntag, den 23.02.2014 um 14Uhr
Funkelnd erhebt sich die Fassade des Weser-Towers als markantestes Element in der Skyline der neuen Überseestadt. Zu seinen Füßen zieht sich ein neuer Park in künstlicher Eleganz zum Europahafen, gibt den Blick frei auf frischen Beton, der aus Baustellen links und rechts des Weges empor wächst.
Die erste Welle aus Loftbüros und Wohnlofts ist schon aus dem Europahafen geschwappt und strahlt im Glanz frisch ausgepackter Gebäude. Es entsteht eine schöne neue Welt, die auf den ersten Blick alle Zutaten für eine positive Zukunft der ehemaligen Hafenreviere beinhaltet. Mit unserem Urbanen Spaziergang geben wir eine Wasserstandsmeldung für die Überseestadt ab.
Mit freundlicher Unterstützung von energiekonsens und Bauraum Bremen e.V.
AAA Autonomes Architektur Atelier in Bremen
Titel: Daniel Schnier und Oliver Hasemann, Text: Oliver Hasemann, Gestaltung und Fotografien: Daniel Schnier
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Donnerstag, 14. November 2013
Delmenhorster Kurier, 12.11.2013 "Stadt-Spaziergängern die Augen geöffnet" © Wolfgang Bednarz, NWZ, Oldenburg
(c) 2013, Wolfgang Bednarz, Delmenhorster Kurier, Nordwest-Zeitung Verlagsgesellschaft mbH Co. KG, Amtsgericht Oldenburg Nr. HRA 3586
http://www.nwzonline.de/delmenhorst/stadt-spaziergaengern-die-augen-geoeffnet_a_9,4,2100621683.html
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Freitag, 8. November 2013
Urbaner Spaziergang "Die Stadt hinter meiner Stadt" durch Delmenhorst am Sonntag, den 10.11.2013 um 14Uhr
Datum: Sonntag, den 10. November 2013 um 14:00Uhr
Treffpunkt: Städtische Galerie Delmenhorst - Haus Coburg - Sammlung Stuckenberg, Fischstraße 30 | Friedrich-Ebert-Allee, 27749 Delmenhorst
In Kooperation mit Copartikel und der Städtischen Galerie Delmenhorst Haus Coburg.
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Mittwoch, 30. Oktober 2013
Resumée und Dokumentation "(Öko)Dorf2 - Grüner wirds nicht!"
Wie auf dem Urbanen Spaziergang durch Horn-Lehe kreuzten wir auf unserem Weg in Richtung des Ökodorfs diese Trasse erneut. Unser Weg führte dabei über die alten Dorfstraßen, an denen hochgewachsene Eichen und gelegentliche Bauernhöfe auf den alten Charakter des Dorfes hinwiesen. Die dazwischen gelegenen Reihen- und Einfamilienhäuser hingegen zeigten die Phase des ersten größeren Bevölkerungswachstums Lilienthals in den Nachkriegsjahren an. Die Schaffung von Wohnräumen für Kriegsflüchtlinge und später die steigende Mobilität in den 60er und 70er Jahren führten zu einem starken Anstieg der Einwohnerzahlen Lilienthals. Mit der Gemeindereform von 1974 stieg über die Eingemeindung der benachbarten die Bevölkerung schließlich auf über 17.000 Einwohner. Relativ neue BewohnerInnen haben sich seit Mitte der 90er Jahre in Lilienthal ein Zuhause geschaffen.
Am Ende der Straße Ossenhöfe wurden wir von Peter Faulde und Brigitte Olk-Koopmann aus der Ökosiedlung Lilienthal in Empfang genommen. Als langjährige BewohnerInnen der Siedlung und Peter Faulde als einer der Initiatoren, konnten sie uns einen breiten Eindruck von der Entstehungsgeschichte, von der technischen Umsetzung und vom Zusammenleben im Ökodorf geben. Die Geschichte begann dabei in den frühen 90er Jahren mit einer Gruppe von Interessierten, die ökologisch gemeinsam wohnen wollten und sich in Bremen und umzu auf die Suche nach einem geeigneten Areal für den Bau einer Ökosiedlung machten. Diese gestaltete sich im Bremer Stadtgebiet nicht direkt erfolgreich, ein Areal in Huchting wurde verworfen. Es wurde aber auch im niedersächsischen Umland gesucht und Lilienthal schließlich als geeigneter Standort gefunden. Hier gab es sowohl eine gute Infrastruktur vor Ort, eine gute Anbindung nach Bremen und akzeptable Grundstückspreise. Und vor allem zeigte sich der Rat der Gemeinde dem Konzept der Ökosiedlung gegenüber sehr aufgeschlossen und kam den Gestaltungswünschen der „Siedler“ entgegen mit einem Grundstück, das vom Ökodorf über mehrere Jahre entwickelt werden konnte. Rund um das Kerngehäuse der Gründermütter und -väter des Dorfes, mit geteiltem Innenhof und Gemeinschaftswohnung wuchs das Ökodorf in den vergangenen Jahren auf 100 BewohnerInnen. Gemeinsam bewirtschaften sie ihr eigenes Grabeland hinter dem Dorf oder treffen sich zu gemeinsamen Aktivitäten wie einer Philosophiegruppe, die auch für Nachbarinnen aus Lilienthal offenstehen. Ganz günstig ist das Wohnen im Ökodorf nicht, die Wohnungen und Häuser sind allerdings hoch beliebt und gehen schnell unter der Hand weg.
Nächster Urbaner Spaziergang des AAA am Sonntag, den 10.11.2013 um 14.00Uhr an der Städtischen Galerie Delmenhorst Haus Coburg, Fischerstr. 30, 27749 Delmenhorst in Kooperation mit Copartikel.
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30.10.13
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Montag, 7. Oktober 2013
Urbaner Spaziergang "(Öko)dorf2 - Grüner wirds nicht!" am Sonntag, den 20.10.2013 um 14:00Uhr
Hinter Borgfeld verläuft die Bremer Stadtgrenze. Der Blick fällt in eine grüne Weite aus Feldern und Wiesen. Alles Städtische kann hier abgelegt werden. Die Straße führt über die Wümmebrücke in das alte Dorf Lilienthal. Die Giebel der alten Bauernhöfe sind noch aus dem umgebenden Meer der neuen Einfamilienhäuser auszumachen, hohe Bäume zeigen die historischen Straßen und Feldgrenzen in Lilienthal auf. In der alten Hauptstraße glänzen allerdings seit Neuestem Straßenbahnschienen und entlang der Nebenstraßen entstehen zeitgenössische weiß verklinkerte Stadtvillen. Unser dritter Urbaner ÖkoStadtspaziergang führt uns auf der Suche nach dem Wohnen im Grünen aus Bremen hinaus. Mitten im Ort findet sich hier seit über 15 Jahren ein Ökodorf, die „ökologische Siedlung Lilienthal“. Auf den ersten Blick ein Anachronismus, wird doch das Dorfleben mit einer Nähe zur Natur gleichgesetzt. Auf den zweiten Blick entdecken wir, dass Wohnen im Grünen und „grünes“ Wohnen zwei sehr unterschiedliche Dinge sind.
Der Urbane Spaziergang ist kostenlos. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen! AAA
Treffpunkt: Bushaltestelle Moorhausen, Lilienthal, Buslinie 30 ab Borgfeld, 14:00Uhr, Sonntag, den 20.10.2013
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7.10.13
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Dienstag, 24. September 2013
Resümee und Dokumentation Urbaner Ökostadtspaziergang „Horner Spitzen – Stadtsalat à la Müllerin“ am 22.09.2013 durch Horn-Lehe
Die Wohnanlagen reihen sich hier in Klinkeroptik entlang der Vorstraße. Dominiert wird dieser Teil von Horn-Lehe allerdings durch die alten und neuen Studentenwohnheime, deren Lage hier die TeilnehmerInnen zu der Frage nötigte, wo und wie sich diese hier versorgen und wo die nächste Kneipe sei. In direkter Nachbarschaft liegt allerdings das Horner Bad und der Jan-Reiners Fahrradweg auf dem alten Schienenbett der Moorbahn. Auf welchem an diesem Sonntag reger Verkehr in Richtung Lilienthal herrschte. Teilnehmende HornerInnen konnten hier darauf hinweisen, dass die Gärten in Horn-Lehe auf Grundwasserniveau liegen und der Wohnungsbau hier entsprechend vorsorgen muss, da stärkere Regenfälle zu Überflutungen führen.
Der Weg führte weiter durch den Nachkriegskern von Horn-Lehe. Dieser bekam nach dem Krieg einen großen Schub an EinwohnerInnen, die nach dem Krieg hier eine neue Heimat in ruhiger Lage fanden. Mit großzügigen Gärten entsprechen sie einem Ideal des Wohnens im Grünen, denn hier treffen Ruhe, Grünflächen und eine überschaubare Nachbarschaft zusammen. Im Zuge der Nachverdichtung bestehender Wohnquartiere werden auch in Horn-Lehe neue Wohnungen geschaffen. Ein Beispiel hierfür ist das Gelände einer alten Gärtnerei an der Kuhweinstraße.
Ein ganz aktuelles Beispiel bildete das Ende unseres Spaziergangs. Aus dem Fortbildungszentrum der ehemaligen Deutschen Bundes-Post wird auf einem Grundstück zwischen Autobahn und Leher Heerstraße das Mühlenviertel (auch Muehlen4tel.com). In dem Namen kommt sehr plastisch eine Interpretation des Wohnens im Grünen zum Ausdruck. Idyllisch, malerisch suggeriert die Verwendung der Mühle als Namensgeber eine intakte, überschaubare dörfliche Struktur, in der ein Leben jenseits der hektischen Stadt möglich wäre. Tatsächlich ist hier jedoch – trotz bereits getätigter Schallschutzmaßnahmen – vor allem das meeresähnliche Rauschen der Autos auf der Bundesautobahn 27 zu hören.
Der kommende, dritte Urbane Ökostadtspaziergang 2013 führt uns am Sonntag, den 20. Oktober 2013 von Horn-Lehe aus weiter bis über die Stadtgrenze hinaus nach Lilienthal. Um 14Uhr starten wir dort an der Haltestelle Moorhausen, Buslinie 30 ab Borgfeld.
Fotografien von Christina Brüner (c) 2013 und Text von Pauline Kruse (c) 2013.
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Freitag, 6. September 2013
Urbaner Spaziergang "Horner Spitzen - Grüner Stadtsalat a`la Müllerin" am Sonntag, den 22.09.2013 um 14Uhr
Auf unserem zweiten Urbanen ÖkostadtSpaziergang zum Thema Wohnen im Grünen erkunden wir mit Horn einen Teil von Bremen, der in die sprichwörtliche Grüne Wiese hineingewachsen ist. Der Bau von Häusern vor den Toren der Stadt auf ehemaligen Äckern und Viehweiden verbindet auf den ersten Blick die Sicherheit und Romantik des Dorflebens mit der Nähe zur Stadt. Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass diese Entwicklung weiterläuft und das ehemalige Wohnen im Grünen nun zum grünen Wohnen in der Vorstadt geworden ist.
Der Urbane Spaziergang ist kostenlos. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen! AAA
Datum: Sonntag, den 22.09.2013
Zeit: 14.00Uhr
Treffpunkt: BSAG-Haltestelle Universität Bremen - Zentrum
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Mittwoch, 4. September 2013
Resümee und Dokumentation Urbaner Ökostadtspaziergang „Klinisch Grün – Steriles Wohnen im Quadrat“ am 25.08.2013 über den Stadtwerder
Ein sonniger Streifzug durch die grüne Lunge Bremens erwartete die ca. 85 TeilnehmerInnen am Sonntag, den 25.08.2013 zum ersten Ökostadtspaziergang 2013. Der Spaziergang bildete den Auftakt zu insgesamt drei Spaziergängen, die sich mit der Thematik „Wohnen im Grünen - vom Zentrum bis zur Peripherie“ auseinandersetzen. In Kooperation mit Ökostadt Bremen e.V. führte das AAA unter dem Motto „Klinisch Grün - Steriles Wohnen im Quadrat“ direkt in Bremens grünes Zentrum - über den Stadtwerder. Der Startpunkt bildete das heutige Kwadrat (das ehemalige Katasteramt) an der Wilhelm-Kaisen-Brücke. Gespannt lauschten die TeilnehmerInnen den einführenden Worten, die vor allem die Thematik nach der Rückkehr der Menschen in die Stadt aufwarfen. Wobei hier betont wurde, dass sich die Erwartung an das neue urbane Wohnen als vielfältig gestalten. So gibt es auf der einen Seite den Wunsch nach Urbanität und Zentrumsnähe, auf der anderen aber immer noch den Traum vom Wohnen im Grünen. Als ein attraktives, wenn auch sehr exklusives Beispiel für diesen Spagat wurde dazu die Neubausiedlung auf dem Stadtwerder benannt.
Und genau dorthin führte der Spaziergang. Die grüne Flussinsel zwischen Weser und Kleiner Weser liegt in Blickweite des Doms und nur Minuten vom Bremer Marktplatz entfernt. Der erste Halt auf dem Stadtwerder bildete das Denkmal für den Schriftsteller Johann Gottfried Seume. Mit dem Rücken zum Denkmal entspann sich hier eine erste Diskussion über den Baumbestand des Stadtwerders. Insbesondere die Frage nach der Erhaltung des Baumbestandes, im Zuge der Neubausiedlung wurde hier aufgeworfen und fleißig von vielen Baumbefürwortern und Befürworterinnen diskutiert.
Weiter ging es durch eine Stichstraße in Richtung Werderstraße. Auf dem Weg wurde auf einige neu gedämmte Häuser aus den 50er Jahren und eines der einzigen von insgesamt 4 erhaltenen Altbremerhäusern nach dem Krieg auf dem Stadtwerder hingewiesen. Vorbei an der Hochschule für Nautik, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und dem Olbers-Planetarium ging es dann auf das Gelände des alten Wasserwerkes, zu Füßen der umgedrehten Kommode. Diese bildet das eigentliche Zentrum der Neubausiedlung und diente mit ihren roten Ziegeln und der charakteristischen, quadratischen Form als ästhetische Orientierungsvorlage für die neue Bebauung. Neue Pläne für den Ausbau des alten Wasserwerkes als Veranstaltungs- und Gastronomiezentrum liegen aktuelle allerdings immer noch nicht vor. Dafür entstehen neben ihr aber ganz konkrete 450 neue Wohneinheiten im Neubaugebiet. Bezüglich der bereits gebauten Gebäude wurden einigen kritischen Bemerkungen zur sehr sterilen Architektur sowie der recht unbelebten öffentlichen Grünfläche geäußert. Weitere kritische Äußerungen zielten auf die nicht vorhandene Nahversorgung und die schlechte infrastrukturelle Anbindung. Außerdem wurde die Frage der Nachfrage thematisiert. Laut der Auskunftsstelle des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr sei die Nachfrage der Neubauwohnungen sehr groß. Nach neueren Erkenntnissen einiger TeilnehmerInnen wurde verlautbart, dass die Nachfrage nach Reihenhäusern so gering sei, dass der Bebauungsplan der eigentlich noch mehr Reihenhausriegel vorsieht sich nun doch wieder zu Wohnblocks wandeln würde, da nicht genügend Abnehmer für die geplanten Reihenhaus-Wohneinheiten zu finden seien. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Um den sterilen Eindruck der Neubausiedlung auszugleichen ging es dann weiter Richtung Werdersee auf die Wiese neben dem Deichschartweg. Auf dieser letzten Station des Urbanen Spaziergangs kam die Diskussion noch einmal auf, dass öffentlich zugängliche Grün des Stadtwerders und seine Rolle als Naherholungsgebiet und grüne Lunge Bremens. Erwähnt wurde hier vor allem die Reglementierung durch die „Grillverbotszone“ sowie alternative Möglichkeiten dieses, durch die TeilnehmerInnen eher kritisierten Vorgehens. Anschließend wurden die urbanen Spaziergänger und Spaziergängerinnen dann pünktlich zum Vier-Uhr-Tee und um einige kritisch-grüne Einblicke reicher, wieder in den sonnig-heißen Sonntagnachmittag entlassen.
Bleibt noch anzumerken, dass die Urbanen Ökostadtspaziergänge durch den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr gefördert werden.
Am Sonntag, den 22. September 2013 geht es mit unserem 2. Urbanen ÖkoStadtspaziergang um 14Uhr von der BSAG Haltestelle Universität Zentrum gen Horn. "Horner Spitzen" so der Titel. Über ein Wiedersehen freuen wir uns schon jetzt.
Professionelle Fotografien von Cathrin Eisenstein, (C) 2013
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Montag, 12. August 2013
1. Urbaner ÖkoStadt_Spaziergang "Klinisch Grün – Steriles Wohnen im Quadrat" am 25.08.13 um 14h.
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Mittwoch, 26. Juni 2013
Resumée und Dokumentation 3/6 Urbaner Spaziergang „Grüne Hügel an der Grenze“ in der Reihe "Huckelriede abstempeln?!", Sonntag, den 23.06.2013
Der Weg, den wir aus dem Huckelrieder Park heraus wählten, führte dann auch direkt hinauf auf den Sieldeich. Dieser bildet die Grenze zwischen Huckelriede und Kattenturm, so dass unser Blick von Huckelriede aus runter nach Kattenturm fiel. Entlang des Sieldeiches entstand in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Siedlung entlang der Werder- und der Hubertushöhe. Auf aufgeschüttetem Grund entstanden hier Siedlungshäuser für Bremer Beamte mit großen Gartenflächen und den zu dieser Zeit noch üblichen Hühnerställen zur Eigenversorgung.
Die Gartenflächen dienen mittlerweile eher der Erholung und die Hühnerställe sind zu Wintergärten oder zu mehr Wohnraum umgestaltet worden. In verkehrsberuhigter Lage hat sich die Werderhöhe zu einem attraktiven Wohngebiet mit einer engen Nachbarschaft entwickelt, auch unser urbaner Spaziergang wurde mit viel Freundlichkeit begleitet. Wie es der Stadt gelangen könnte, noch weitere, ähnlich attraktive und bezahlbare Wohnflächen auszuweisen, bildete einen Teil der Diskussion im Wohngebiet. So werden Teile der Scharnhorst Kaserne, die das Wohngebiet nach Nord-West begrenzen, in absehbarer Zeit von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) für die Wohnbebauung geräumt, während direkt am Huckelrieder Friedhof an der Werder Höhe schon erste Doppelhaushälften errichtet worden sind.
Am Friedhof Huckelriede erreichten wir dann auch den höchsten Punkt nicht nur diesen urbanen Spaziergangs sondern auch aller urbanen Spaziergänge durch Huckelriede. Auf 15 Meter über den Meeresspiegel ist das Friedhofsgelände hier in den 1950er Jahren auf dem Areal einer ehemaligen Ziegelei aufgeschüttet worden. Im Vergleich zu den benachbarten neuen Doppelhaushälften beeindruckten die Friedhofsbauten mit Ihrer zeitlosen attraktiven Architektur. Der Spaziergang verlief um den Friedhof herum bis in Sichtweite der Grenze nach Habenhausen. Die hier noch vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen, die als Erweiterungsfläche des Friedhofs vorgehalten werden, stehen ebenfalls als mögliche Wohnbaufläche im momentan erstellten Flächennutzungsplan.
Über den Deich entlang des Werdersees führte unser Weg schließlich in den in Teilen schon fertiggestellten Boulevard Niedersachsendamm zum Quartierszentrum, in dem die Initiative Interkulturelle Gärten Huckelriede mit Holunderwaffeln, Kaffee und Tee aufwartete.
Der 4/6 Urbane Spaziergang „Last Exit Huckelriede“ findet nach den Sommer-Schulferien am Sonntag, den 18. August 2013 wieder um 14Uhr am Spielplatz im Huckelrieder (Central) Park statt.
Unterstützt durch das Programm Soziale Stadt Bremen, dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der ZZZ-ZwischenZeitZentrale Bremen. Text: Oliver Hasemann, Fotografien: Daniel Schnier
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Donnerstag, 20. Juni 2013
Weser Kurier, 20.06.2013 "Im Zickzack durch den Ortsteil Huckelriede" von Ilka Rickers
Hier verlinken wir einen Weser Kurier Artikel vom 20.06.2013, der über unseren 2. Urbanen Spaziergang im Rahmen von "Huckelriede abstempeln ?" berichtet.
Vielen lieben Dank für die Begleitung und auf ein Wiedersehen am Sonntag, den 23. Juni 2013 um 14Uhr zu unserem 3/6 Urbanen Spaziergang "Grüne Huckel an der Grenze" am Spielplatz Huckelrieder Park.
Es wird wieder ungewöhnlich schön.
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20.6.13
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