Samstag, 22. August 2009

Urbaner Spaziergang "1A Flächenfraß! - Gewerbe im Grünen" am Sonntag, den 06.09.2009 um 14.00Uhr



"1A Flächenfraß!" - Gewerbe im Grünen

Entlang der Autobahnen spriessen die Gewerbegebiete, Hallen, Parkplätze und Straßen wuchern in die grüne Fläche. Keine
Autobahnausfahrt mehr ohne Gewerbepark, kein Autobahnkreuz mehr ohne Factory Outlet, Entertainment Center oder
zumindest einem Logistic Point mit Burger King Drive Inn. Unaufhörlich dehnt sich die Bebauung in die Landschaft aus.

Auf unserem Urbanen Ökostadtspaziergang 2009 begeben wir uns in das Gewerbegebiet Hansalinie. Wir spüren dem
Flächenfraß nach und geniessen das ausgeprägte Begleitgrün zwischen der zeitgenössischen Gewerbearchitektur. Auf gut
asphaltierten und provisorischen Wegen bewegen wir uns durch ein Areal, das bei näherer Ansicht einen ambivalenten
Charakter offenbart.

ÖkoStadt Bremen und das Autonome Architektur Atelier laden zum ersten Spaziergang einer Reihe von drei Spaziergängen ein,
die hautnah erlebbar machen, wie sich unsere kompakten Städte in die Natur einbetten.


Datum: Sonntag, 06.09.2009

Zeit:: 14.00Uhr

Startort: Bushaltestelle Stackkamp der Linie 40/41


Unterstützt vom Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Kooperation mit ÖkoStadt Bremen e.V.


AAA Autonomes Architektur Atelier in Bremen
Titel: Daniel Schnier und Oliver Hasemann, Text: Oliver Hasemann, Gestaltung und Fotos: Daniel Schnier

Montag, 27. Juli 2009

Besuch von Deutschlandfunk | Sendung vom 10.07.2009


Mitten im AufAuf-Prozess besuchte uns vor zirka drei Wochen die Landeskorrespondentin Christina Selzer von Deutschlandfunk. Das Thema in der Sendung "Deutschland heute | Bremen" war u.a. die "neue Überseestadt". Vielen Dank für den Besuch in der Abfertigung.

Was wir im Bericht gesagt haben: Bitte den Link anklicken!
Interview mit dem AAA von Autorin Christina Selzer / Deutschlandfunk ausgestrahlt am 10. Juli 2009 (4:29 min.)

Freitag, 17. Juli 2009

LiebHBeN mit dem AAA

Obwohl AUFAUF noch zwei Wochen läuft, wirft der Herbst 2009 schon erste Schatten. Wir sitzen, arbeiten und schwitzen parallel schon an einem weiteren Projekt. Das ganze heißt LiebHBeN.

LiebHBeN ist Teil des FreelancerTages 2009 (http://freelancecamp.mixxt.de/) der parallel in Leipzig, Nürnberg und Bremen FreiberuflerInnen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft einlädt, über die Probleme und Hindernisse zu sprechen, die in ihre beruflichen Rahmenbedingungen hineinspielen, bzw. ist es natürlich auch eine große Kontaktbörse und es gibt natürlich auch die Möglichkeit viele best practice Beispiele kennenzulernen.

LiebHBeN ist von uns als mobiler Workshop konzipiert, der jeweils 11 dieser FreelancerInnen aus Leipzig, (H)Bremen und Nürnberg auf die Reise in die jeweiligen Städte mitnimmt. Als Gruppe von 33 Personen geht es von Stadt zu Stadt und vor Ort werden die lokalen und die übergeordneten Rahmenbedingungen intensiv diskutiert.

Das ganze Projekt wird gesponsort unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und von koopstadt 2010+ und den Städten Leipzig, Bremen und Nürnberg.

Dienstag, 30. Juni 2009

AufAuf und davon....29.06.2009


„AufAuf“ ins Niemandsland: Die Brache wird bespielt
Autonome Architekten nutzen Gelände hinter dem Güterbahnhof bis zum 27. Juli kulturell / Spaziergang zur Einstimmung


Von Clemens Haug
Bahnhofsvorstadt·Walle·Findorff. Eine etwa zehn bis zwölf Hektar große Lücke klafft mitten in der Stadt. Seit 2005 liegen keine Gleise mehr hinter dem Güterbahnhof. Das Areal zwischen Bahnhofsvorstadt, Walle und Findorff ist verwildert. Geht es nach dem Autonomen Architektur Atelier (AAA) um Daniel Schnier und Oliver Hasemann, läuft dort bis zum 27. Juli die kulturelle Zwischennutzung „AufAuf“.
„Blicke der Verheißung“ ist ein Spaziergang überschrieben, den 30 Bremerinnen und Bremer dreier Generationen am vorletzten Sonntag mitgemacht haben. Ziel und Zweck der Übung: Architekt Schnier und Raumplaner Hasemann wollen der Gruppe die riesige ungenutzte Fläche zeigen, die von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird. Am Startpunkt des Rundgangs
am Jakobushaus kann man zwar einen Blick auf das Gelände erhaschen, allerdings bildet die Bahnstrecke Bremen-Oldenburg eine wirksame Grenze. Von hier aus kann das Gelände nicht betreten werden. Die Spaziergänger müssen 20 Minuten gehen. Erst am unteren Ende der Hemmstraße, zwischen Walle und Findorff, ist es möglich, die riesige Brache zu betreten. Allerdings muss die Gruppe dafür die fünf Meter hohe Böschung erklimmen. Oben angekommen, blickt sie auf eine innerstädtische Wildnis.
„Man kann das hier wohl gut als einen Nicht-Ort bezeichnen“ meint Schnier, denn im öffentlichen Bewusstsein komme das Gelände kaum vor. Hasemann: „Außer Leuten mit Hunden trifft man eigentlich niemanden hier.“
Inzwischen hat sich an einem Ende des Platzes eine kleine Bauwagenkolonie angesiedelt. Auf dem Rest des Geländes möchte das AAA von Ende Juni bis Ende Juli das Projekt „AufAuf“ mit Künstlern und Kulturschaffenden initiieren. Die Bremer Investitionsgesellschaft (BIG), die das Gelände für die Stadt verwaltet, hat ihre Zustimmung noch nicht erteilt.
Der Spaziergang führt auf Findorffer Seite über die Plantage zur Unterführung am Schlachthof. Durch eine Tür gelangt die Besuchergruppe auf das Gelände des Güterbahnhofs. Dort hat der Verein 23 mehrere Gebäude und Hallen für Kulturschaffende gesichert. „Die nächsten acht Jahre haben wir jetzt einen Mietvertrag mit der Stadt“, berichtet Künstler Stefan vom Verein 23.
Der 21-jährigen Jule aus Hastedt ist das Gelände „bislang eigentlich nie aufgefallen“.
Höchstens aus dem Zugfenster habe sie mal einen Blick darauf geworfen. „Die Idee, den Platz zu bespielen, finde ich prima.“

Kontakt unter Telefon 5210291, 5963501,
5 96 35 01 und 01 72 / 5 16 35 07, Internetseite:
www.aaa-bremen.de.


Daniel Schnier (links) und Oliver Hasemann von den Autonomen Architekten (AAA). Die Taxizentrale. Streetart-Künstler Kenmo an der Borderline. FOTOS: WALTER GERBRACHT
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG 29.06.2009, Text von Clemens Haug, freier Mitarbeiter der Bremer Tageszeitungen AG

Donnerstag, 18. Juni 2009

"Blicke der Verheißung" Dokumentation und Resumee vom 14.06.2009

Am Sonntag, den 14. Juni 2009 begann um 14 Uhr mit dem Urbanen Spaziergang "Blicke der Verheißung" die heiße Phase bis zum offiziellen Beginn von AufAuf. 14 Tage bevor die Brache hinter dem Güterbahnhof Schauplatz geöffnet wird, bot der Spaziergang die ersten Eindrücke aus der Ferne auf das zu besiedelnde Ödland zwischen den Gleisen.

Foto: Occam

Knapp 50 TeilnehmerInnen hatten sich am Papageien vor dem Jakobus-Haus als markantem Treffpunkt versammelt, um uns auf einem Spaziergang zu begleiten, der die Grenzen des Geländes erkundete.
Diese Grenzen zeichnen sich in unterschiedlicher Intensität ab. Am Beginn unseres Spaziergangs waren es bloß die Schienen der Zugverbindung nach Oldenburg, die zwischen uns und dem Gelände liegen. Scheinbar leicht zu überqueren, bevor plötzlich ein Zug vorbeifährt und schmerzhaft laut darauf hinweist, dass dies ein reservierter Raum ist auf dem Fußgänger nicht geduldet sind. Überhaupt sind es vielfach Verkehrsstränge, die den Weg prägen, neben den Schienen ist es der Stelzendschungel des Nordwestknotens mit unterschiedlicher Fahrbahnen, von denen keine gefahrlos überquert werden können. Ein Raum, in dem der Mensch von seinen Verkehrsmitteln an den Rand gedrängt wird.
Der Grenzraum ist aber auch ein Raum der an die Grenze gedrückten Nutzungen. Graues Gewerbe, dass keine große Öffentlichkeit braucht, und soziale Einrichtungen für Obdachlose lassen sich hier finden. Und grenzen sich selbst wiederum mit Stacheldraht gegeneinander ab. Erst am Eingang nach Findorff, passend für die ehemalige Eisenbahnvorstadt an einer Bahnunterführung, wird der Zaun von einer dicht bewachsenen Böschung abgelöst. Hier, zwischen zwei Brücken, ist es eigentlich nur die Unkenntnis, die zwischen dem Areal und uns steht. Ein, zwei Meter hochgeklettert lässt sich schon erahnen, dass es hier einen Weg nach oben geben könnte.
Hinter der zweiten Unterführung gibt es dann auch ein Wohngebiet, das direkt an der trennenden Bahnlinie liegt. Eine sehr hohe Lärmschutzwand schützt die Anwohner. Oder die Bahn. Eine hohe, öde, grüne Wand, auf die man aus dem Erdgeschoss blickt. So öde, dass einige der Anwohner den Wall vor der Lärmschutzwand bepflanzt haben, um zumindest einen etwas anderen Ausblick zu haben.

Foto: Occam

Foto: Occam

Dank der hohen Mauer haben sie auch viel Schatten, nur die oberen Geschosse erfreuen sich des Sonnenscheins, des Ausblicks und des Lärms. Wo allerdings keine Wohnhäuser sind, verschwindet auch die Mauer recht schnell wieder. Zwischen den Gewerbebauten an der Plantage fällt denn auch immer wieder der Blick auf das Gelände.
Hinter der Plantage geht es für uns dann auch wieder unter der Bahn durch. Doch dann die kleine Überraschung, in der Mitte des Tunnels öffnet sich eine kleine Tür durch die wir über eine kleine Treppe nach oben gelangen und auf einmal im Innenhof des Güterbahnhofs stehen. Die Verheißung ist zum greifen nahe. Doch da AufAuf erst am 28. Juni 2009 beginnt, endet unser Spaziergang an dieser Stelle.

Foto: Daniel Schnier

Wir danken für die rege Teilnahme an dem Spaziergang und hoffen, Euch alle in zwei Wochen auf der Brache wieder begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen zum AufAuf unter www.aufauf.blogger.de. Vielen Dank auch an kenmo und Herrn Hartmann vom Verein 23.

Text: Oliver Hasemann, Fotos: Daniel Schnier und Occam, Borderart: kenmo

"Büroflut am alten Pegel - Der Mensch lebt nicht vom Loft allein" Dokumentation und Resumee vom 19.04.2009

Der alte Treffpunkt an der Bahnhaltestelle Eduard-Schopf-Allee. Gegenüber vom Wesertower, der mittlerweile fast fertig ist, kurz vor dem Beginn des Überseeparks, der auch fast fertig ist. Vieles scheint hier, im Kaffeequartier, schon fast fertig. Und ist dennoch neu und noch nicht bekannt. Deshalb ist es für uns keine Überraschung, das wir hier an die 50 BesucherInnen auf unserem Urbanen Spaziergang begrüßen können. Einige sind Gewinner des Quizs von der Speicherbühne, die jetzt ihren Preis einlösen, andere haben aus der Zeitung von diesem Spaziergang erfahren und freuen sich, die Überseestadt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Die gibt es vielfach zu sehen. Auf dem Weg zwischen Park und der Hinterseite der Gebäude Auf der Muggenburg. Zwischen den Bauschildern am Kopf des Europahafens. An den Bahnschienen entlang zum Holz- und Fabrikenhafen. Dazwischen immer wieder Fragen dazu, wie diese Überseestadt einmal aussehen wird und für wen sie denn gerade gebaut wird und was vom alten Hafenrevier noch überleben darf. Und ob in Zeiten der Finanzkrise wirklich ein Bedarf an Lofts besteht, die per Fahrstuhl mit dem eigenen Pkw angesteuert werden können. Schließlich finden wir uns auf der großen Brache entlang der Konsul-Smidt-Straße auf der der Kirchentag stattfinden wird. Noch erscheint es uns wenig fassbar, was hier in einem Monat an Zelten und Infrastrukturen entstanden sein wird.
Zum Abschluss gibt es Filme in der Speicherbühne. Gemacht von Schauspielern und Laien, Interviews mit Experten aus der Überseestadt. Schönen Dank, dass Ihr alle dabei wart. Lieben Dank auch an die Speicherbühne und Astrid Müller, die uns, als Hauptgewinn, für diesen Spaziergang angesprochen hat.

Text:Oliver Hasemann

Sonntag, 7. Juni 2009

BLICKE DER VERHEIßUNG am Sonntag, den 14.06.2009 auf der AufAuf um 14.00Uhr


"BLICKE DER VERHEIßUNG" erlauben es, einen ersten, verstohlenen, Blick auf das Projekt AufAuf zu werfen. Ein Urbaner Cross Spaziergang mit dem AAA führt die BesucherInnen an Grenzen, Barrieren und Mauern zur größten innnerstädtischen Brache hinter dem Güterbahnhof entlang und entdeckt mit ihnen die verheißenden Blicke.


Termin: Sonntag, den 14. Juni 2009

Zeit: 14.00 Uhr

Startort: Am Papagei vor dem Jakobus-Haus, Friedrich-Rauers-Straße 30 in 28195 Bremen

Mittwoch, 29. April 2009

NEUE DOMÄNE FÜR DIE ABFERTIGUNG www.abfertigung.de


Vielen Dank an Bastian Fritsch für die hervorragende Webentwicklungsarbeit der neuen repräsentativen Aussendarstellung der ABFERTIGUNG. Dank an Frau Hecktheuer aus Sachsen für die freundliche Übernahme der Domäne an uns und an Daniel Schnier für die Polaroid-Fotos aus seiner SX-70.

In der ABFERTIGUNG im ehemaligen Zollamt Hansator arbeiten 16 Menschen unterschiedlichster Professionen in sieben Räumen seit Anfang September 2008 als temporäre Nutzerinnen und Nutzer.

Am 15.05.2009 um 20.00 Uhr beginnt ANDOCKEN! Medienkunst im Hafen 
Kuratorin Katrin Rickerts wird eröffnen.

Montag, 20. April 2009

"NOT ANOTHER FUNNY CITY GUIDE" Dokumentation und Resumee vom 11.04.2009




















Not another funny city guide


Let´s have a little walk around
Bremen, let´s have a little walk around the Viertel, that´s the whole story of our urban walk with punks from B.O.B.-Festival 2009 and other spectators.

Mit mehr als fünfzig mehr oder weniger punkigen Besucherinnen und Besuchern starteten wir unseren kleinen urbanen Spaziergang, der den BesucherInnen des B.O.B.-Festivals 2009 aus Übersee die heimlichen und unheimlichen Schönheiten unserer kleinen Heimatstadt näher bringen sollte. Auffallen wollten wir nicht um jeden Preis, waren uns aber sicher, dass wir dies sogar im Viertel würden. Ging dann aber so. Bei sommerlichen Temperaturen war es dennoch eine große Freude darüber zu diskutieren, wie sich das Viertel entwickelt hatte und wie es sich momentan entwickelt. Gerade in Sachen Freiräume, Platz für Punks und andere wenige angepasste und weniger wohlhabende GesellschaftsteilnehmerInnen. Nebenbei ließ sich auch einiges an (Bau-)Geschichte und Lokalkolorit präsentieren. Schlussendlich gab es sogar einen Ausflug auf Touristenpfaden hin zur Schlachte, als dem "typischen" Treffpunkt für alle BremerInnen und vor allem alle ButenbremerInnen.
Ein großer Spaß für uns. Zwei Stunden auf Englisch zu gestalten. Google-Babblefish-English, wie wir es nannten. Abends dann famose Konzerte. Sehr schön.

With more than fifty more or less punky visitors, we launched our small urban walk to the visitors to the BOB-festivals of 2009 and the secret overseas eerie beauty of our small home town bring. We do not want to stand out at any price, but we were sure we would even in the quarter. But then so. With summer temperatures, it was nonetheless a great pleasure to discuss how the district had developed and how it is being developed now. Especially in matters of space, space for a few punks and other appropriate and less affluent society participants. Incidentally was also a lot of (construction-) local history and present. Finally, there was even a trip to tourist paths towards Schlachte than the "typical" meeting place for all BremerInnen and especially all ButenbremerInnen.
A great fun for us. Two hours in English as possible. Google Babblefish-English, as we called it. Then fabulous evening concerts. Very nice
.

Fotos: OCCAM, Text: Oliver Hasemann

Dienstag, 14. April 2009

Urbaner Spaziergang "Büroflut am alten Pegel - Der Mensch lebt nicht vom Loft allein" am Sonntag, den 19.04.2009 um 14.00Uhr



Büroflut am alten Pegel – der Mensch lebt nicht vom Loft allein

Funkelnd erhebt sich die Fassade des Wesertowers als markantestes Element in der Skyline der neuen Überseestadt immer weiter in die Höhe. Zu seinen Füßen zieht sich ein neuer Park in künstlicher Eleganz zum Europahafen, gibt den Blick frei auf frischen Beton, der aus Baustellen links und rechts des Weges empor wächst. Die erste Welle aus Loftbüros und Wohnlofts ist schon aus dem Europahafens geschwappt und strahlt im Glanz frisch ausgepackter Gebäude. Noch laufen die Wellen allerdings auf den weiten Flächen aus, die sich zwischen den alten Speichern erstrecken.
Unser Urbaner Spaziergang ähnelt einer Wasserstandsmeldung für die Überseestadt. Es entsteht eine schöne neue Welt, die auf dem ersten Blick alle Zutaten für eine positive Zukunft der ehemaligen Hafenreviere beinhaltet. Noch bleibt die Besiedlung dieser Stadt allerdings zeitlich und räumlich begrenzt. Abseits glitzernder Fassaden, hinter den glänzenden Bauschildern zeigen sich mehr als nur Fragmente des alten Hafens. Über die weitere Zukunft der Überseestadt wird weiterhin auch abseits der Masterpläne spekuliert.
Zu einem weiteren Erlebnis der Überseestadt mit dem AAA laden wir in Kooperation mit der Speicherbühne am 19. April 2009 ein.

Datum: Sonntag, der 19. April 2009
Startort: BSAG Haltestelle Eduard-Schopf-Allee, 28217 Bremen
Zeit: 14.00 Uhr

Gestaltung und Fotos: Daniel Schnier, Text: Oliver Hasemann

Mittwoch, 8. April 2009

Urbaner Spaziergang "NOT ANOTHER FUNNY CITY GUIDE" am Samstag, den 11.04.2009 um 14.00Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde des AAA,


zu einem irren crossover urbanen Spaziergang zu den vermeintlichen und den vermeidbaren Attraktionen der Stadt lädt das AAA am frühen Ostersamstag ein. Insbesondere den internationalen Gästen vom B.O.B.-Festival aus Kalifornien und England wird dabei ein repräsentativer Eindruck unserer Heimatstadt geboten. Der urbane Spaziergang wird deswegen auch auf englisch stattfinden.

Wer Bremen schon immer etwas anders kennenlernen und auf google-babble-fish-prosa steht, ist herzlich eingeladen sich uns um 14Uhr am Samstag, den 11. April 2009 auf dem Ziegenmarkt anzuschliessen.

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Dear friends of the AAA!

NOT ANOTHER FUNNY CITYGUIDE

At a wrong crossover urban stroll to the alleged avoidable and attractions of the city invites the AAA in the early Easter Saturday.
In particular, the international guests from B.O.B. Festival from California and England will be a representative impression of our home town offered.
The urban walk is therefore also take place in English.

Who Bremen has always been something else to know and google-Babble-fish-prose, is cordially invited to join us 2pm on Saturday, 11 April 2009 at the goat market connection. (Viertel, Bremen)


Text: Oliver Hasemann, Flyer und Schneidearbeit: Daniel Schnier

Montag, 6. April 2009

AufAuf | Aufeinandertreffen auf der Brache

AufAuf | Aufeinandertreffen auf der Brache

Das Projekt AufAuf setzt sich mit innerstädtischen Brachflächen auseinander. Diese entstehen inmitten der Städte durch Strukturwandel und veränderte Ansprüche an den Stadtraum. Vielfach befinden sie sich außerhalb der Wahrnehmung der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und werden alleine von Stadtplanern und Immobilienentwicklern als Flächenreserve für neue Stadtentwicklungsprojekte vorgehalten. Dabei bilden sie als Räume ohne festgeschriebene Nutzung einen Rückzugsraum vor der determinierten Stadt und bieten verschiedenste Möglichkeiten der temporären Aneigung.

AufAuf will für einen Sommer lang einige dieser Möglichkeiten aufzeigen und zur Diskussion stellen. Auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht im Stadtzentrum von Bremen eine temporäre Oase. In ihrem Schatten geben Vorträge, Filme und Installationen einen Eindruck über die Brache als Raum der Möglichkeiten. Eingeladen bei AufAuf mitzuwirken sind KünstlerInnen und GestalterInnen, die sich in ihrer Arbeit mit städtischen (Frei)räumen beschäftigen und den jeweiligen Ort und seine Möglichkeiten in ihrer Arbeit ausloten.

Das Projekt AufAuf läuft in zwei Phasen ab, die aufeinander aufbauen. In der ersten Phase vom 1. Juni bis zum 14. Juni 2009 werden die Grenzen in den Fokus gestellt, die das Gelände vor der Öffentlichkeit verbergen und die eine stärkere Aneignung verhindern. Diese Grenzen werden durch direkte bauliche Hindernisse gebildet, resultieren aber auch aus dem mangelnden Wissen über diese Flächen inmitten der Stadt. Die erste Phase läuft deshalb auch unter dem Titel „Blicke der Verheißung“, da es außer Blicken noch keine Möglichkeiten der Aneigung der Fläche geben wird. Diese wird erst nach der Grenzöffnung am 28. Juni 2009 möglich, wenn ein neuer Zugang zur Fläche geschaffen wird und nun auf der Fläche selbst Installationen entstehen und Veranstaltungen abgehalten werden.

Aufschreibungsfrist bis zum 30. April 2009

Dienstag, 17. Februar 2009

"Stadtteil ohne Dämmung?" Dokumentation und Resumee vom 17.02.2009










Resumée Urbaner Spaziergang "Stadtteil ohne Dämmung"

Bei konstantem Schneegrieselschauern fanden sich zum ersten Urbanen Spaziergang des AAA im Bremer Norden ca. 50 TeilnehmerInnen ein. Obwohl der Treffpunkt an der Bahnhaltestelle Mühlenstraße nur 40 bequeme Zugminuten vom Hauptbahnhof entfernt ist, überwogen doch die BlumenthalerInnen. Der Weg durch die Mühlenstraße hin zum Marktplatz an vielen leerstehenden Ladenlokalen vorbei brachte dann auch gleich ein heißes Diskussionsthema hervor. Wie kann mit diesen Leerständen umgegangen werden und welche Rolle müssen Politik und Verwaltung spielen, um eine Revitalisierung zu beschleunigen.

Neben der offensichtlichen Problematik leerstehender Geschäfte und Häuser fielen gleichzeitig auch immer wieder die Potentiale ins Auge, die der Stadtteil mit seiner historischen Bausubstanz und Bebauungsstruktur, sowie der Lage an der Weser besitzt. Auch wenn die Lage an der Weser, wie auf dem Spaziergang zu erfahren war, noch durch die alten Industrieanlagen der Bremer Wollkämmerei (BWK) und wieder durch die Parkplätze eines neuen Shoppingcenters besetzt sind. Für einen Stadtteil, der auch durch seine Verbundenheit zur Seefahrt geprägt worden ist, bieten sich hier natürlich große Potentiale.

Wie und ob diese Potentiale auch wirklich genutzt werden können, bot vor der Kulisse der alten Fabrikgebäude der BWK einen weiteren Anlass zur Diskussion. Das die Abwanderung der Industrie und mit ihr vieler Tausend Arbeitsplätze aus dem Stadtteil unwiderbringlich ist, steht fest, fraglich ist, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Momentan stehen jedenfalls, wie die Bremen Norder mit Bedauern und die Bremen Süder mit Erstaunen feststellen mussten, viele ansprechende Gebäude leer, die beispielsweise in der Überseestadt längst schon mit Lofts und Büros gefüllt worden wären. Den Abschluss fand der Urbane Spaziergang in der Burg Blomendal, wo nach der Vorführung des Films „Leerlauf“ das Gespräch noch einmal auf das Thema Zwischennutzung und kreative Industrien kam, die beispielsweise in Amsterdam oder Leipzig gerade die Leerstände von alten Industriearealen zum Ausgangspunkt einer städtischen Revitalisierung gemacht haben.

Wir freuen uns, dass wir mit unserem Urbanen Spaziergang so viele Leute erreichen konnten und das sich eine so spannende Diskussion mit Beiträgen von vielen verschiedenen TeilnehmerInnen entfacht hat.

Text: Oliver Hasemann, Fotos: Daniel Schnier

WESER KURIER, 17.02.2009

Leerlauf nicht nur im Film
Urbaner Spaziergang mit dem Autonomen Architektur Atelier erfüllt Erwartungen nicht

Blumenthal. Im Eilschritt geht es vom Bahnhof Mühlenstraße durch das Zentrum. Man hastet vorbei an leeren Geschäften, Billig-Läden und schmuddeligen Gebäuden zum Marktplatz. "Wo ist denn hier schöne Architektur?"

Der Fragende meint es rhetorisch. Die Entwicklung in Blumenthal sei doch ein Trauerspiel. Der ältere Herr schimpft auf die Politik, die habe versagt. Mitten auf dem Blumenthaler Marktplatz, im Schneegeriesel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt reden sie sich in Rage. "Von der Politik ist das Zentrum als Zentrum aufgegeben worden", kritisiert Dennis Witthus. Für den Sprecher der Einzelhändler-Vereinigung "Blumenthal Aktiv", ist der jüngste Beiratsbeschluss für eine Erweiterung des Blumenthal-Centers ein Schuss vor den Bug all jener, die sich um eine Belebung des Ortskerns bemühen. CDU-Beiratsmitglied Ursula Palme kontert: Der Beirat könne Händlern nicht vorschreiben, wo sie sich ansiedeln sollen. Wenn es einen Kaufmann zum neuen Center ziehe, müsse man dortMöglichkeiten schaffen.

"Das Thema Ortskern brennt hier wohl sehr", stellt Architekt Daniel Schnier fest. 45 Frauen und Männer haben sich um ihn und seinen Kollegen, den Raumplaner Oliver Hasemann, versammelt. Die beiden betreiben im ehemaligen Zollamt Hansator in Utbremen das Autonome Architektur Atelier (AAA) und haben zu einem "urbanen Spaziergang" durch Blumenthal geladen. Seit September 2006 bieten sie Rundgänge durch Stadtteile an. Bremen-Nord mit Blumenthal ist für sie Neuland. Das merkt man beim Gang durch den Ort und über das ehemaligen Wollkämmerei-Gelände. Zwar versteht das Duo seinen "urbanen Spaziergang" nicht als Führung. "Wir wollen kein Wissen vermitteln", sagt Schnier. Ihnen geht es darum, einen Stadtteil als Raum unter verschiedenen Blickwinkeln zu erkunden. Ob es dazu aber reicht, auf den schönen Blick aus der George-Albrecht-Straße auf die Weser hinzuweisen? Für die Blumenthaler im Schlepptau ist das nichts Neues.

Andere Sichtweisen oder gar neue Ideen vermittelt der 90-minütige Rundgang nicht. Manchmal scheint das Duo schlicht schlecht vorbereitet. Woher die ehemaligen Werkmeister-Wohnungen der BWK in der Straße ihren Namen haben, erfährt die Gruppe nicht von ihnen sondern von einem Teilnehmer. Ein alter Hut der Vorschlag für Wohnen am Wasser auf dem ehemaligen BWK-Gelände. Zur zukünftigen Nutzung der BWK-Speicher fällt Schnier ein: "Man sollte nicht nur über Gewerbe nachdenken sondern in einem Workshop auch über andere Ideen." Eigene Anregungen? Fehlanzeige.

Die Teilnehmer hatten mehr vom Spaziergang erwartet. "Das war ein bisschen dünn. Ich hätte mir mehr Erläuterungen zur Architektur gewünscht und auch Vorschläge, was man mit den vorhandenen Gebäuden machen könnte", meint Gerhard Knust. "Ein stadtplanerisches Konzept für Blumenthal" erwartete Ehefrau Dorothea Knust. Der Blumenthaler Werner Ehlers vermisste Fakten und Erklärungen. "Ich hätte mir auch gewünscht, dass eine Perspektive für Blumenthal aufgezeigt wird." Das Fazit von Beiratsmitglied Anke Krohne: "Ein netter Spaziergang, neue Ideen wurden aber nicht präsentiert." Auch der im Anschluss in Haus Blomendal gezeigte Film "Leerlauf" über Leerstände in Blumenthal und anderorts habe nichts Neues gebracht. "Beschrieben wurde der Ist-Zustand, und den kennen wir." Beiratsmitglied Ursula Palme ist "sehr enttäuscht". Sie hoffte auf frische Ideen für die Blumenthaler Probleme durch den Blick von außen - "da kam aber nichts."

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG 17.02.2009, Text und Foto von Gabriela Keller, freie Mitarbeiterin der Bremer Tageszeitungen AG

Samstag, 7. Februar 2009

Urbaner Spaziergang "Stadtteil ohne Dämmung?" und Film "Leerlauf" in der Burg Blomendal am Sonntag, den 15.02.2009 um 14.00Uhr



Das Autonome Architektur Atelier (AAA) lädt am Sonntag, den 15. Februar 2009 zu einem Urbanen Spaziergang durch Blumenthal ein.

Vom Startpunkt an der Bahnhaltestelle (NordWestBahn) Mühlenstraße geht es durch den Stadtkern und die alten Industrieanlagen, die vormals das Leben in Blumenthal prägten und die mittlerweile auf eine Neuinterpretation warten. Das AAA wirft dabei seinen ganz eigenen Blick auf den sich vollziehenden Wandel und lädt alle TeilnehmerInnen des Spaziergangs dazu ein, sich in den Spaziergang einzubringen.

Der Spaziergang beginnt um 14Uhr und die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss an den Urbanen Spaziergang zeigt das AAA mit Unterstützung des Blumenthaler Heimatvereins e.V. den Film „Leerlauf – entschleunigte Orte in Bremen“, der sich explizit mit Leerständen im Stadtgebiet auseinandersetzt, in der Scheune der alten Burg Blomendal.

Text: Oliver Hasemann, Fotos und Gestaltung: Daniel Schnier