Urbane Spaziergangsfahrt "Industrie Parken - Altes Eisen und junge Triebe" am 21. August 2011 um 14Uhr
Titel: Daniel Schnier und Oliver Hasemann, Text: Oliver Hasemann, Gestaltung und Fotografien: Daniel Schnier
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25.7.11
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Gefunden haben sich der Dipl.-Ing. Raumplaner Oliver Hasemann und der Dipl.-Ing. der Architektur Daniel Schnier per Annonce. Seit fünf Jahren arbeiten sie jetzt an Bremens Stadtbild. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, würden Sie gerne tausend Bremern einen Stein geben und eine Blume. Mit dem Stein könnte man das einwerfen, was einem nicht gefällt. Und die Blume symbolisiert gleich den Neuanfang. Was Sie an Bremen reizt und welche Dinge die beiden hier gerne verändern würden, erzählen Sie in den Ansichten.
http://www.radiobremen.de/fernsehen/ansichten/ansichten1150.html

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20.7.11
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4.4.11
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22.12.10
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"Ästhetik von Autobahnen – und warum Schönheit nicht alles ist"
Vortrag von Stefan Bendiks, Architekt, Rotterdam / NL http://www.artgineering.nl/ /// Dienstag, den 23.11.2010 um 19h"Konfliktraum Straße – wie wirken sich Straßen(neubauten) auf uns und unser Umfeld aus?"
Vortrag von Anne Mechels, Dipl.-Ing. Verkehrspl./Bauing, Bremen in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative /// Donnerstag, den 25.11.2010 um 19h"Verwachsen – was bedeuten unsere heutigen Leitbilder für die Zukunft der Stadt?"
Vortrag von Wolfgang Kil, Architekturkritiker und Publizist, Berlin in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative /// Donnerstag, den 02.12.2010 um 19h"Stadtentwicklung in Randlagen – am Beispiel des Bremer Südens"
Vortrag von Bianca Urban, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Referat Planung, Bauordnung Bezirk Süd, Bremen // Dienstag, den 07.12.2010 um 19h
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13.12.10
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1.12.10
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In dem temporären Projekt RAUMKANTE thematisieren Kornelia Hoffmann, Patricia Lambertus und Marion Lehmann mit ortsspezifischen Arbeiten die besondere Situation. Die Künstlerinnen setzen sich in ihren Arbeiten mit Räumen, Orten und Architektur auseinander, suchen nach Motiven in ihrer gelebten Umwelt und deren Wirkungsweisen. Bereits seit Anfang September 2010 arbeiten sie in den Räumlichkeiten in der Neuenlander Strasse 149 und ziehen mit in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Interventionen die Aufmerksamkeit der Autofahrer und Passanten auf den Ort.
Der Begriff RAUMKANTE wird von den Künstlerinnen im Sinne eines transitorischen Raumes verstanden, ein Ort der sich im Übergang von einer ehemals festgelegten Nutzung zu einer noch nicht bestimmten Verwendung befindet. Ein Ort an dem sich die Grenzen zwischen privat und öffentlich, außen und innen verwischen. In einer gemeinsamen Ausstellung mit dem an der Schnittstelle zwischen Dokumentation und Fiktion arbeitenden Videokünstler Ralf Küster werden Hoffmann, Lambertus und Lehmann ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten der Neuenlander Straße 149 präsentieren. Dabei geht es immer um die Besonderheit des Ortes, seiner Vergangenheit und seiner unbestimmten Zukunft.
RAUMKANTE ist ein Kooperationsprojekt mit dem AAA Autonomen Architektur Atelier Bremen. Während der Laufzeit der Ausstellung moderieren die Gründer des AAA Oliver Hasemann und Daniel Schnier die Veranstaltungsreihe sprawling {adj} [of a city]. Referentinnen und Referenten werden auf die besondere Interessen- und Konfliktlage des Ortes sowie dessen Umfeld eingehen.
Donnerstag, den 18.11.2010, 19 Uhr Eröffnung RAUMKANTE
sprawling {adj} [of a city]
Eine Vortragsreihe des AAA im Rahmen von RAUMKANTE
Dienstag, den 23.11.2010, 19 Uhr : Ästhetik von Autobahnen - und warum Schönheit nicht alles ist, Stefan Bendiks, Architekt, Rotterdam / NL, http://www.artgineering.nl/
Donnerstag, den 25.11.2010, 19 Uhr : Konfliktraum Straße - wie wirken sich Straßen(neubauten) auf uns und unser Umfeld aus?, Vortrag von Anne Mechels, Dipl.-Ing. Verkehrsplanung/Bauing., Bremen in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative
Donnerstag, den 02.12.2010, 19 Uhr : Verwachsen - was bedeuten unsere heutigen Leitbilder für die Zukunft der Stadt?, Vortrag von Wolfgang Kil, Architekturkritiker und Publizist, Berlin in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative
Dienstag, de 07.12.2010, 19 Uhr : Stadtentwicklung in Randlagen - am Beispiel des Bremer Südens, Vortrag von Bianca Urban, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Referat Planung, Bauordnung Bezirk Süd, Bremen
Titel und Referentinnen und Referenten: Daniel Schnier und Oliver Hasemann, Gestaltung: Daniel Schnier
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8.11.10
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Sehr geehrte Freundinnen und sehr geehrte Freunde des AAA,
am kommenden Freitag 29. Oktober 2010 um 19Uhr findet im Rahmen des Projekts "Schwarze Steine" eine Lesung in der ABFERTIGUNG Hansator statt. Auf dieser Lesung tragen Sönke Busch und Oliver Hasemann 10 Texte zu Bremer Orten vor, die
sie im Rahmen ihres Projekts "Schwarze Steine" aufgesucht haben. Es geht in diesen Texten um unsere Erinnerungen an diese Orte und wir schnell diese durch den Alltag verdrängt werden. Die Lesung will hierbei den Lack abkratzen und in die jüngere Vergangenheit einladen.
Ab 19Uhr ist Einlass, Beginn der Lesung ab 20uhr.
http://www.abfertigung.de
www://www.aaa-bremen.de
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26.10.10
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Pflanzen und Tiere siedeln sich nach und nach auf Brachflächen an |
| Von York Schäfer Bremen. Das strahlende Gelb hebt sich ab vom steinigen, grau-schwarzen Untergrund. Wie leuchtende Miniaturlämpchen auf verbrannter Erde wirken die Blüten der kleinen struppigen Pflanzen hier auf der Brachfläche hinter dem alten Güterbahnhof. Die ehemaligen Gleisbetten auf dem kargen Gelände mitten in der Stadt wurden mit Schottersteinen zugeschüttet, dazwischen wuchert das sogenannte schmalblättrige Greiskraut, in den 1960er Jahren eingewandert aus Südafrika. Keck und grellgelb sprießt es hervor, als wäre der Sommer nicht schon längst vorbei. Brachflächen, auf denen sich die Natur ihren Raum langsam zurückerobert, Zwischenorte von Stadt und Land, gibt es einige in Bremen. Das Areal um den Neustädter Güterbahnhof gehört dazu oder der Industriepark in Oslebshausen. Dieser Ort hier liegt zentral in City- und Bahnhofsnähe, um die zehn Hektar dürften es sein, eingezäunt von der Hochstraße Richtung Walle, den Bahngleisen der Strecke Bremen-Oldenburg und den Türmen eines Müllentsorgungsbetriebes. "Die Eingrenzung zwischen Straße, Bahn und Gewerbe macht das Gebiet unattraktiv für weitere Ansiedlungen. Es ist nur mit großem Aufwand erschließbar", sagt der Bremer Raumplaner Oliver Hasemann. Es dürfte kein Zufall sein, dass sich im vorderen Bereich des Geländes nach langem Hickhack mit der Stadt die Bewohner eines alternativen Dorfes mit ihren Bauwagen niedergelassen haben. Hasemann kennt das Gelände gut. Im vergangenen Jahr hat der 35-Jährige mit einer Gruppe von Urbanisten hier das vierwöchige Festival "AufAuf" mit Konzerten, Lesungen und Kunstaktionen veranstaltet, um das Areal zu nutzen und bekannter zu machen. Der Raumplaner war vor vier Jahren auch Mitbegründer des Autonomen Architektur Ateliers (AAA), das seitdem urbane Spaziergänge an eher ungewöhnliche Stadtorte jenseits von Roland, Rathaus und Weserstadion anbietet. "Es geht um das zweite Hinschauen", sagt Hasemann. Um mehr Bewusstsein für die Stadt als Lebensraum einschließlich ihrer Schmuddelecken und Schattenseiten. Wandert man auf dem Güterbahnhofsgelände weiter, wird die Vegetation dichter, die Pioniergewächse wuchern prächtig, bis zu sechs, sieben Meter hohe Birken haben sich ausgebreitet. "Die kommen auf solchen Brachen immer zuerst", weiß die Landschaftsökologin Ute Schadek, die sich für ein Forschungsprojekt der Universität Oldenburg mit derartigen Stadtbrachen beschäftigt hat. Das erwähnte gelb blühende Greiskraut aus Südafrika zum Beispiel hat sich über den Import von Baumwolle in die Häfen Bremens und des Ruhrgebietes und von dort entlang der Bahnstrecken verbreitet. "Die Vielfalt an Flora und Fauna auf solchen Brachflächen ist wegen der dort oft schnell wechselnden Umweltbedingungen zwischen sehr feucht und sehr trocken recht vielfältig", erklärt die Ökologin. Ute Schadek spricht von "Rote Liste-Arten", Tieren und Pflanzen, die sehr selten vorkommen oder vom Aussterben bedroht sind - und wahrscheinlich ein rotes Tuch darstellen für jeden Gewerbeansiedlungsplaner. Zum Beispiel ein Insekt mit dem schönen Namen "Blauflügelige Ödlandschrecke", eine im Nordwesten seltene und geschützte Heuschreckenart, die sich auf dem 140 Hektar großen Areal des Bremer Industrieparks in Oslebshausen verbreitet hat. Sieben Jahre seien derartige Flächen nach der Erschließung für wirtschaftliche Zwecke geschützt, sagt Ökologin Schadek, danach könnten neue Konflikte mit Naturschützern ins Haus stehen. Das von der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) verwaltete Gewerbegebiet in Angrenzung an die Stahlwerke von Arcelor Mittal wurde seit Mitte der 1990er-Jahre für viel Geld vom Land Bremen erschlossen. Heute sind davon gerade einmal 30 Hektar verkauft. Dabei ist die Infrastruktur für gewerbliche Ansiedlungen auf dem erschlossenen Ödland durchaus gegeben. Es gibt Straßenanschlüsse, Leitungen für Wasser, Strom und Kommunikation. "Der Großinvestor kann jederzeit vor der Tür stehen", sagt Oliver Hasemann mit leicht ironischem Unterton. Was es aber aber auch gibt, sind Rehe, Füchse, Turmfalken und Marder, vielleicht sogar Dachse an den schmalen, von hohem Schilf umwucherten Kanälen. Die Natur ist zurück. Auf dem ungleich größeren Nachbargelände der Stahlwerke ist sogar ein Jagdpächter unterwegs. Eine Begehung wollte Arcelor Mittal nicht gestatten. Schon bei der Fahrt zum Industriepark durch dieses Niemandsland zwischen Urbanität und Naturidyll, fällt etwas abgelegen rechts der Straße das fast verwunschen in einer überwucherten Stadtwildnis liegende alte Verwaltungsgebäude von Arcelor Mittal auf. Im Mai 2007 sind die Stahlwerke als Mieter aus dem postmodernen 80er-Jahre-Gebäude ausgezogen, seitdem erobert sich die Natur auch hier mit erstaunlichem Tempo das Areal zurück. Auf dem ehemaligen Parkplatz sprießt das Unkraut zwischen den Pflastersteinen hervor, ein dichter grüner Wall umsäumt das Haus. Am Eingangsbereich türmt sich der Glasbruch, seitlich davor steht eine rostige Skulptur aus Stahl wie ein Mahnmal an vergangene Zeiten. "Als die Kunst noch schwer war", kommentiert Oliver Hasemann. Mit verführerischem Glanz spiegelt sich das Sonnenlicht auf der Glasfassade des Gebäudes. Ein fast idyllischer Ort mit kleinen Wiesen voller Gräser, Büsche und Bäume und einem Miniatursee dahinter. Aber auch ein Ort, der durchsetzt ist vom Charme der Verlassenheit und des Verfalls wie in einer postapokalyptischen Filmkulisse. Aber aus derartiger Romantik wird wohl nichts. Ein Sprecher der Stahlwerke spekuliert, dass das Gebäude wohl abgerissen wird. Eine Sanierung sei zu teuer. Eigentlich wäre es schade drum. |
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Bremer Nachrichten Seite: 10 Datum: 20.10.2010, Bericht von York Schäfer, Fotografie von Marcus Reichmann |
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Daniel Schnier
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20.10.10
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Urbaner Spaziergang des Autonomen Architekten Ateliers (AAA) führt die Teilnehmer an die Landesgrenze
Von Sandra Töbe Kattenturm. Die "Zwischenstadt" - sie ist ein Ort ohne Zentrum, laut, oft unästhetisch und ständig im Wandel. Die Bedürfnisse einer mobilen Gesellschaft treffen auf die Überbleibsel einer zur Randzone verdammten Natur. Der dritte urbane Spaziergang, erneut organisiert vom Autonomen Architektur Atelier (AAA) und dem Verein Ökostadt, führt zur Landesgrenze an der Kattenturmer Heerstraße, zu funktionalen Outlets, schwindenden Nachbarschaften und zu kleinen, versteckten Oasen der Ruhe.
Treffpunkt bei strömendem Regen ist die Bushaltestelle Carl-Zeiss-Straße. Hier, direkt an der Kattenturmer Heerstraße, dem "Geräuschkanal", kann man kaum sein eigenes Wort verstehen. Der Verkehr fließt unablässig Richtung Autobahn in die Orte des Umlandes und wieder zurück nach Bremen. Die Straße ist ein Produkt der Urbanisierung, wer dort draußen wohnt, ist auf das Auto angewiesen. Darum gibt es hier zahlreiche Tankstellen, große Parkplätze und Schnellrestaurants.
Plötzlich ein einsames Einfamilienhaus, eingezwängt zwischen Durchgangsstraße, Tankstelle und den mächtigen Hallen der Outlets. "Einer der letzten Eigentümer", weiß Oliver Hasemann. "Vor ihm ist die Straße, hinter ihm das Nichts." Ein altes Tor daneben erinnert daran, dass dies mal eine Kuhweide war.
Nichts für das Auge Über asphaltierte Parkplätze führen Hasemann und sein Kollege Daniel Schnier die Gruppe, vorbei an grauen Verkaufshallen. Alles hier ist groß und weitläufig, aber nichts wurde für das Auge geschaffen. Vor einem italienischen Schnellrestaurant steht ein Olivenbaum, eingetopft und deplaziert unterstreicht diese kleine Erinnerung an italienische Lebenskunst nur die reizarme Öde des Ortes. "37 Geschäfte gibt es hier", sagt Hasemann, "16500 Quadratmeter Fläche. Bundesweit eines der größten Outlets." Wenn man durch den Flur eines der Gebäude schaut, sieht man am anderen Ende das Weideland, die "Raumkante", wie Schnier das nennt. Am Ende des Parkplatzes fällt der Boden ab, und man hat einen freien Blick auf die eingezäunten Wiesen rund um den Flughafen. Das Ende des Parkplatzes kommt abrupt, als wäre den Konstrukteuren der Asphalt ausgegangen.
Zurück geht es zur Kattenturmer Heerstraße, vorbei an den ehemaligen Parzellen neben der Ochtum. Längst sind es kleine Häuschen, die sich mit Schutzwänden und Gewächsen vom geschäftlichen Treiben der Nachbarschaft abzugrenzen suchen. "Wohnen in grauen Nischen", sagt Schnier dazu.
Über die stille Oase der Ochtum mit ihren verträumt ins Wasser reichenden Bäumen hinweg führt der Weg nach Bremen. Die Häuser hier sind ein bunter Mix aus frühen Nachkriegsbauten und nicht mehr ganz neuen Reihenhäusern. Individuell und bunt gestaltete Eingänge wechseln sich ab mit verwahrlosten Vorgärten hinter denen sich Leerstände verbergen. Opfer der Straße, die das Leben hier zum "akustischen Alptraum" macht. So jedenfalls nennt das Hasemann, und die Anwohner werden ihm Recht geben. Das Fahrverbot für Lastwagen war ein Versuch, den Lärm zu reduzieren. Inzwischen ist es wieder aufgehoben.
Nach einigen Hundert Metern endlich etwas Grün - der Wolfskuhlenweg. Durch den kleinen Park führt der Weg in die historische Siedlung, auch dies ein ehemaliges Parzellengebiet. Heute haben die Menschen unbegrenztes Wohnrecht.
Es ist ruhig hier, fast idyllisch. Wege, die zum Flanieren einladen, in den Gärten stehen Obstbäume. Dann plötzlich ein Grollen, das zum ohrenbetäubenden Lärm anschwillt - ein Flugzeug im Landeanflug. Sie fliegen bereits so tief, dass man meint, sie fast berühren zu können. Im vergangenen Jahr gab es 43000 Flugbewegungen, erzählt Hasemann. Der Flughafen ist ein Wirtschaftsfaktor. "Deshalb ist er immer noch mitten in der Stadt." Gefahr droht der Wohnsiedlung aber vor allem von anderer Seite. Die Verlängerung der A 281 soll hier durchgeführt werden. Es wäre vermutlich das Ende des kleinen Idylls, das bereits jetzt umzingelt ist von zwei Hauptverkehrsadern und dem Flughafen. Am Ende des matschigen, unebenen Weges liegt die Neuenlander Straße, das Ende des urbanen Spaziergangs. Der Verkehr ist wieder da und mit ihm die Geräuschkulisse. Kaum zu glauben, dass nur ein paar Meter zurück eine fast magische Stille herrscht. Noch.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 04.10.2010 Text: Sandra Töbe, Foto: Walter Gerbracht
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Daniel Schnier
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Erinnerungen an das alte Bremen
Projekt "Schwarze Steine": Oliver Hasemann und Sönke Busch sprechen über städtebauliche Veränderungen
Von Sandra Töbe Altstadt. Das Stadtbild wandelt sich ständig. Wo früher mal der zentrale Bremer Omnibus-Bahnhof war, findet man heute eine mehr oder weniger grüne Wiese. Oliver Hasemann und Sönke Busch laden mit ihrem Projekt "Schwarze Steine" interessierte Bremerinnen und Bremer ein, sich zu erinnern - an das Bremen ihrer eigenen Vergangenheit.
Wer ein paar Jahre lang Bremen nicht besucht hat, wundert sich sehr beim Anblick des neuen Weser-Towers und der Überseestadt. Wie aber erleben die Menschen die Veränderungen ihrer Stadtteile? Woran erinnern wir uns, wenn wir an solchen Orten vorbeilaufen?
"Wir wollen an dem Punkt ansetzen, wo in den letzten drei Jahrzehnten städtebauliche Veränderungen stattgefunden haben", erläutert Sönke Busch. "Manche Veränderungen sind sehr markant, neue Sachen werden medial diskutiert. Aber wie es da vorher ausgesehen hat, weiß ganz schnell niemand mehr." Dabei geht es weniger darum, Fakten und Historie des Ortes darzustellen. Die Veranstalter werfen vor allem einen persönlichen Blick auf die Orte ihrer Erinnerung. Wie hat es dort vielleicht noch vor kurzem ausgesehen und welche persönlichen und auch gemeinschaftlichen Erlebnisse werden damit verbunden? "Unser Zugang ist nicht rein geschichtlich, sondern wir wollen auch sinnliche Eindrücke vermitteln", sagt Oliver Hasemann. Er denkt dabei an Gerüche, oder auch Geräusche, die die Erinnerung oft sehr viel stärker und anhaltender prägen als die visuelle Wahrnehmung. Begleitet werden die Eindrücke durch eine Lesung vor Ort.
Beispiel Bundeswehrhochhaus Was ist und war charakteristisch? Wie verändern sich die Orte in der Wahrnehmung, auch auf sprachlicher Ebene? Das Bundeswehrhochhaus beispielsweise, das keines mehr ist, und die Erdbeerbrücke, die auf den ersten Blick so gar nichts mit der beliebten Sommerfrucht gemeinsam hat. "Uns interessieren die alltäglichen Orte, an denen man einfach so vorbeiläuft", sagt Busch.
Das Projekt "Schwarze Steine" läuft im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Heimat" der Arbeitnehmerkammer Bremen und mit Unterstützung des Autonomen Architektur Ateliers (AAA). "Heimat", ein Begriff, der allzu schnell Assoziationen von ländlicher Idylle und Volksmusik weckt. Aber was bedeutet Heimat heutzutage in unserer mobilen, schnelllebigen Welt? Für Sönke Busch ist das auch eine persönliche Frage.
"Ich bin gebürtiger Bremer, aber ich war eine Zeitlang nicht hier. Und da hab ich mich schon gefragt, warum bist du nach Bremen zurückgekommen?" Der studierte Filmregisseur, der heute als freier Künstler und Literat arbeitet, hat sich die Frage selbst beantwortet. "Die Mikrokosmen sind interessanter für mich. Die kleinen Geschichten, die man hier beobachten kann, die kleinen Orte abseits der Öffentlichkeit." Heimat definiert als Ort ist "nicht mehr so statisch wie früher", meint er. "Der Ort verändert sich und ich verändere mich mit ihm." Die schwarzen Steine, welche Hasemann und Busch ab Donnerstag, 16. September, an zehn aufeinander folgenden Tagen im Stadtgebiet aufgestellt haben, stehen somit auch stellvertretend für die "schwarzen Flecken" unserer Erinnerung, die fehlbare Wahrnehmung, der uns umgebenden Orte. Interessierte sind eingeladen, sich auf die Suche zu machen und eigene Erinnerungen zu teilen.
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Daniel Schnier
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21.9.10
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Mit freundlicher Unterstützung der Architektenkammer Bremen, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Kooperation mit ÖkoStadt-Bremen e.V.
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12.9.10
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10.9.10
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Dem Schatten des Fußballs lässt sich in der Pauliner Marsch schwer entgehen, die Flutlichtmasten des Weserstadions ragen hoch aus ihre Umgebung auf. Ihr Licht bricht sich in der neuen, schwarzen Hülle aus Solarzellen. Daneben fließt die Weser durch ein grünes Band aus Kleingärten, Sportplätzen und anderen Freizeitstätten. Ein vertrauter Ort, regelmäßig aufgesucht als Zuschauer im Stadion oder für andere Freizeitaktivitäten. Aber auch ein unbekannter Ort, mit Plätzen im Windschatten einer neuen, alten Brücke, mit Anlagen für Sportarten aus historischer Zeit. Dazwischen immer wieder die Weser, ein beruhigender Anblick, eingesperrt in einges Bett und doch voller Energie.
Unser zweiter Urbaner Ökostadtspaziergang führt uns entlang der Weser in Bremens Grüne Lunge. Mit der Photovoltaikanlage am Weserstadion und dem Wasserkraftwerk am Weserwehr als sichtbarsten Aushängschildern widmen wir uns hier dem Thema regenerative Energien.
Treffpunkt Sonntag, den 5. September 2010 um 14Uhr Vorplatz Weserstadion, Franz-Böhmert-Straße 1.
Mit freundlicher Unterstützung der Architektenkammer Bremen, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Kooperation mit ÖkoStadt-Bremen e.V.
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Daniel Schnier
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30.8.10
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30.8.10
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Innerhalb jeder Stadt gibt es viele Orte, Bauwerke und städtische Räume, die jedem bekannt sind und die auch von jedem mit bestimmten Erinnerungen und Bedeutungen verbunden werden. Abseits dieser Orte gibt es allerdings eine Vielzahl von Ecken, von Winkeln oder Schattenseiten, die weitestgehend unbekannt sind und denen wesentlich individuellere Attribute zugeschrieben werden. Im Prinzip kennt jeder von uns solche Orte, die er auf die eine oder andere Weise als attraktiv, interessant oder kontrovers empfindet und der trotzdemdeswegen im Dornröschenschlaf liegt. Im Rahmen regelmäßiger Urbaner Spaziergänge wollen wir diese Orte vorstellen, ihre Geschichte, ihre Funktion oder auch unsere persönliche Bindungen zu ihnen erläutern. Aufbauend auf die verschiedenen Qualifikationen und Hintergründe der jeweiligen Präsentatoren sind dies sehr verschiedene Orte; sind die Aspekte, die erläutert werden, und die Art der Präsentation sehr unterschiedlich.
Ziel der fortlaufenden Veranstaltungen ist es zum Einen natürlich viele schöne und interessante neue Orte kennenzulernen, zum Anderen aber auch ein Gespür für die verschiedenen Blicke zu entwickeln, mit denen die Stadt wahrgenommen wird. Ausschließlich gewünscht ist, dass dies natürlich in einem diskussionsfreudigen Umfeld geschieht. Eingeladen teilzunehmen sind alle, die sich mit der Stadt beschäftigen.
Mit dem Begriff "Urbaner Spaziergang" wird die Art beschrieben, mit der Orte wahrgenommen werden sollen. In seiner Art als einer Fortbewegung durch den Raum als Selbstzweck, verwiesen sei hier auf den Flaneur als den Archetypen eines verweilenden Betrachters, der den Stadtraum aufgrund seiner selbst betrachtet, ist der Spaziergänger keinem räumlichen Ziel verpflichtet,sondern alleine seinem Vergnügen an der Fortbewegung und der Betrachtung des Stadtraums. Die Vermittlung historischer und technischer Fakten zu Erläuterung der baulichen Entstehung eines Ortes kann immer nur dazu dienen ihn mit Fakten zu unterhalten, bzw. ihm einen Eindruck der Evolution zu geben. Emotionale und persönliche Verbindungen mit diesem Ort spielen entsprechend eine gleichberechtigte Rolle, als dass sie ebenfalls den Betrachter auf einer weiteren Ebene dem Ort näher bringen. Am Ende eines Spaziergangs steht entsprechend kein bestimmter Wissensgewinn oder das Erreichen eines bestimmten räumlichen Ziels, sondern alleine die Feststellung diesen Spaziergang abgeschlossen zu haben.
InteressentenInnen und MitmacherInnen sind ausdrücklich gesucht und gewünscht.
Oliver Hasemann
AAA - Autonomes Architektur Atelier in Bremen
AAA - Autonomes Architektur Atelier GbR
Temporäre Nutzungen, Urbane Spaziergänge, Inszenierung öffentlicher Räume
Daniel Schnier
Dipl.-Ing. der Architektur (FH)